Newsletter April 2020 – Erweiterung der Dienstleistung/Photovoltaikanlagen/Garagenverordnung/Homeoffice
3. 04. 2020

Sehr geehrte Besucher unseres Blogs,

 

wir freuen uns über Ihren Besuch und hoffen Sie hier mit interessanten und informativen Themen versorgen zu können.

 

In diesem Beitrag geht es darum, dass wir zum 01.04.2020 unser Dienstleistungsspektrum in 2 wesentlichen Bereichen erweitert haben und welche 3 Stolpersteine es in der Sachversicherung gibt.

 

 

1. professionelle Kapitalanlage:

 

Da wir bereits stark in der Vermittlung von fondsgebundenen Altersvorsorgeprodukten der Helvetia tätig sind, runden wir unser Angebot in diesem Bereich mit der Vermittlung von Depots und Fondssparplänen ab. Ab sofort können Sie auch den freien Vermögensaufbau in einem Depot beispielsweise als Fondssparplan über uns betreuen lassen. Auch die Übertragung eines bereits bestehenden Depots auf uns ist möglich. Sie haben die Wahl aus ca. 8000 Investmentfonds und mehreren hundert ETFs (Exchange Traded Fund).

 

Gerade in der jetzigen Situation ist eine fundierte Beratung und die richtige Ausrichtung auf Ihre persönliche Risikotragfähigkeit und Ihren Zeithorizont von überragender Bedeutung. Wir zufrieden sind Sie bislang mit Ihrer Geldanlage?

 

Kommen Sie gerne auf uns zu.

 

2. Vollmachten/Verfügungen/Testament

 

Versicherungen stellen eine finanzielle Risikoabsicherung in vielfältiger Hinsicht dar. Aber dies ist nur eine Seite der Medaille. Was bringt Ihnen die beste Versicherung, wenn Ihre Angehörigen in einer Notsituation nicht darüber verfügen können, weil Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind, z.B. durch einen Unfall, Pflegebedürtigkeit oder Krankheit? Hierfür benötigen Sie neben der finanziellen Vorsorge auch eine rechtliche Vorsorge. In solchen Fällen ist eine Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung unumgänglich. Je nach individueller Situation kann zusätzlich eine Unternehmervollmacht oder eine Sorgerechtsverfügung sinnvoll sein. Darüber hinaus regelt ein Testament was im Todesfall geschehen soll.

 

Rund 80% der Deutschen haben keine Vollmachten. Und die, die bestehen sind oft fehlerhaft oder nicht mehr aktuell. Deshalb haben wir uns überlegt wie wir Ihnen in diesem Bereich unter die Arme greifen können. Das Ergebnis ist eine Kooperation mit JURADIREKT.

 

JURADIREKT vereint viele Vorteile, die Sie bei einem Notar oder Anwalt vor Ort nicht in Anspruch nehmen können. Wie sich dies genau darstellt sehen unter folgendem Link:

 

https://koesler.juradirekt.com/

 

Erst die Verknüpfung aus finanzieller und rechtlicher Vorsorge bildet ein belastbares Gesamtkonzept.

 

Nutzen Sie diese kostengünstige Möglichkeit. Es ist wirklich wichtig, wenn Sie auch in Zukunft selbstbestimmt leben wollen!

 

3. Stolpersteine in der Sachversicherung:

 

Prüfpflicht für Photovoltaikanlagen: Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Photovoltaikanlage von einer Elektrofachkraft überprüfen lassen? Noch nie? Dann können wir Ihnen nur raten dies schnell nachzuholen, denn die Versicherungsbedingungen für Photovoltaikanlagen verlangen, dass sich der Versicherungsnehmer an alle “gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften” zu halten hat. Darunter verbirgt sich unter anderem auch die Prüfpflicht der Gesamtanlage alle 4 Jahre. Für weitere Informationen kommen Sie bitte auf uns zu.

 

Garagenverodnung: Ja, Sie haben richtig gelesen. In Deutschlang gibt es eine Garagenverordnung (https://dejure.org/gesetze/GaVO). Diese besagt, welche Voraussetzungen Gebäude erfüllen müssen, um als Fahrzeugunterstellplatz dienen zu dürfen. Und was hat das jetzt mit Versicherungen zu tun? Leider sehr viel. Denn viele Gebäudeeigentümer, gerade im gewerblichen Bereich, stellen Fahrzeuge in Gebäuden ab, obwohl dies nach der Garagenverordnung nicht erlaubt ist. Denn hierfür benötigen Sie eine Genehmigung. Tritt nun ein Schadenfall ein, beispielsweise weil das Fahrzeug durch einen Kurzschluss in Brand gerät und folglich auch das Gebäude in Brand setzt, dann kann der Versicherungsschutz in der Gebäudeversicherungen verloren gehen, weil hier ein Verstoß gegen Obliegenheiten und Sicherheitsvorschriften vorliegt. Falls Sie Fahrzeuge in Gebäuden abstellen, prüfen Sie bitte Ihre Baugenehmigung oder fragen Sie auf der zuständigen Baubehörde nach.

 

Versicherungsschutz im Homeoffice: Durch das Coronavirus arbeiten derzeit deutlich mehr Beschäftigte als sonst im Homeoffice. Wie sieht es dort mit dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung aus, die ja sonst bei Arbeits- oder Wegeunfällen leistet? Hierzu ein paar Beispiele:

 

Beispiel-Urteil 1: Sturz beim Wasserholen
Wer sich im Homeoffice etwas zu essen oder zu trinken holt und dabei stürzt, ist nicht versichert. Ein Arbeitnehmer war im Homeoffice in seiner Dachgeschosswohnung zum Wasser holen die Treppe hinuntergestiegen und schwer gestürzt. Das Bundessozialgericht hat 2016 entschieden, dass dieser Sturz nicht gesetzlich unfallversichert ist. „Wenn bei einer häuslichen Arbeitsstätte (Home-Office) ein Weg innerhalb des Wohngebäudes zurückgelegt wird, um einer eigenwirtschaftlichen Tätigkeit (hier: Trinken) nachzugehen“, so das Urteil, bestehe kein Versicherungsschutz. Laut Bundessozialgericht könne man den Arbeitgeber nicht für die Risiken in der privaten Wohnung des Arbeitnehmers verantwortlich machen. (Bundessozialgericht, Aktenzeichen B 2 U 5/15 R)
Beispiel-Urteil 2: Sturz beim Wasserlassen
Im Büro ist der Weg zur Toilette gesetzlich unfallversichert. Im Homeoffice gilt diese Regel nicht. So sieht es jedenfalls das Sozialgericht München. Ein Arbeitnehmer war auf dem Rückweg vom heimischen WC gestürzt und wollte den Sturz als Arbeitsunfall geltend machen. (Aktenzeichen: S 40 U 227/18).
Beispiel-Urteil 3: Sturz auf dem Weg zur Kita

 

Wer sein Kind auf dem Weg zur Arbeit in einer Kita absetzt, ist gesetzlich unfallversichert. Diese Regelung besteht seit 1971. Wer dagegen auf dem Weg von der Kita zum Heimarbeitsplatz stürzt, ist es laut Bundessozialgericht nicht.

Eine Mutter stürzte mit dem Fahrrad auf Blitzeis und brach sich den Ellenbogen. Sie war auf dem Rückweg von der Kita zu ihrem Heimarbeitsplatz. Ihre Krankenkasse wollte die Behandlungskosten (19.000 €) vom Träger der gesetzlichen Unfallversicherung zurückholen – vergeblich. Sowohl das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen als auch das Bundessozialgericht sahen darin keinen Arbeitsunfall (Aktenzeichen: B 2 U 19/18 R).
Zusammengefasst: Wer im Homeoffice etwas tut, was nicht in direktem Zusammenhang zu seiner Arbeit steht, ist nicht gesetzlich unfallversichert. Wer einen Rumdumschutz möchte, sollte über eine private Unfallversicherung nachdenken. Egal, ob bei der Arbeit oder in der Freizeit: Die private Unfallversicherung schützt vor Unfällen rund um die Uhr.
Ich wünsche Ihnen trotz der aktuellen Situation ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!
Wir haben zwar das Büro für Besucher geschlossen, sind aber dennoch über sämtliche Kontaktwege für Sie erreichbar (Telefon, Mobil, Fax, E-Mail, Whatsapp, Onlineberatung).

 

Herzliche Grüße,

Ihr Niko Kösler

 

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3. 04. 2020

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2. Vollmachten/Verfügungen/Testament

 

Versicherungen stellen eine finanzielle Risikoabsicherung in vielfältiger Hinsicht dar. Aber dies ist nur eine Seite der Medaille. Was bringt Ihnen die beste Versicherung, wenn Ihre Angehörigen in einer Notsituation nicht darüber verfügen können, weil Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind, z.B. durch einen Unfall, Pflegebedürtigkeit oder Krankheit? Hierfür benötigen Sie neben der finanziellen Vorsorge auch eine rechtliche Vorsorge. In solchen Fällen ist eine Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung unumgänglich. Je nach individueller Situation kann zusätzlich eine Unternehmervollmacht oder eine Sorgerechtsverfügung sinnvoll sein. Darüber hinaus regelt ein Testament was im Todesfall geschehen soll.

 

Rund 80% der Deutschen haben keine Vollmachten. Und die, die bestehen sind oft fehlerhaft oder nicht mehr aktuell. Deshalb haben wir uns überlegt wie wir Ihnen in diesem Bereich unter die Arme greifen können. Das Ergebnis ist eine Kooperation mit JURADIREKT.

 

JURADIREKT vereint viele Vorteile, die Sie bei einem Notar oder Anwalt vor Ort nicht in Anspruch nehmen können. Wie sich dies genau darstellt sehen unter folgendem Link:

 

https://koesler.juradirekt.com/

 

Erst die Verknüpfung aus finanzieller und rechtlicher Vorsorge bildet ein belastbares Gesamtkonzept.

 

Nutzen Sie diese kostengünstige Möglichkeit. Es ist wirklich wichtig, wenn Sie auch in Zukunft selbstbestimmt leben wollen!

 

3. Stolpersteine in der Sachversicherung:

 

Prüfpflicht für Photovoltaikanlagen: Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Photovoltaikanlage von einer Elektrofachkraft überprüfen lassen? Noch nie? Dann können wir Ihnen nur raten dies schnell nachzuholen, denn die Versicherungsbedingungen für Photovoltaikanlagen verlangen, dass sich der Versicherungsnehmer an alle “gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften” zu halten hat. Darunter verbirgt sich unter anderem auch die Prüfpflicht der Gesamtanlage alle 4 Jahre. Für weitere Informationen kommen Sie bitte auf uns zu.

 

Garagenverodnung: Ja, Sie haben richtig gelesen. In Deutschlang gibt es eine Garagenverordnung (https://dejure.org/gesetze/GaVO). Diese besagt, welche Voraussetzungen Gebäude erfüllen müssen, um als Fahrzeugunterstellplatz dienen zu dürfen. Und was hat das jetzt mit Versicherungen zu tun? Leider sehr viel. Denn viele Gebäudeeigentümer, gerade im gewerblichen Bereich, stellen Fahrzeuge in Gebäuden ab, obwohl dies nach der Garagenverordnung nicht erlaubt ist. Denn hierfür benötigen Sie eine Genehmigung. Tritt nun ein Schadenfall ein, beispielsweise weil das Fahrzeug durch einen Kurzschluss in Brand gerät und folglich auch das Gebäude in Brand setzt, dann kann der Versicherungsschutz in der Gebäudeversicherungen verloren gehen, weil hier ein Verstoß gegen Obliegenheiten und Sicherheitsvorschriften vorliegt. Falls Sie Fahrzeuge in Gebäuden abstellen, prüfen Sie bitte Ihre Baugenehmigung oder fragen Sie auf der zuständigen Baubehörde nach.

 

Versicherungsschutz im Homeoffice: Durch das Coronavirus arbeiten derzeit deutlich mehr Beschäftigte als sonst im Homeoffice. Wie sieht es dort mit dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung aus, die ja sonst bei Arbeits- oder Wegeunfällen leistet? Hierzu ein paar Beispiele:

 

Beispiel-Urteil 1: Sturz beim Wasserholen
Wer sich im Homeoffice etwas zu essen oder zu trinken holt und dabei stürzt, ist nicht versichert. Ein Arbeitnehmer war im Homeoffice in seiner Dachgeschosswohnung zum Wasser holen die Treppe hinuntergestiegen und schwer gestürzt. Das Bundessozialgericht hat 2016 entschieden, dass dieser Sturz nicht gesetzlich unfallversichert ist. „Wenn bei einer häuslichen Arbeitsstätte (Home-Office) ein Weg innerhalb des Wohngebäudes zurückgelegt wird, um einer eigenwirtschaftlichen Tätigkeit (hier: Trinken) nachzugehen“, so das Urteil, bestehe kein Versicherungsschutz. Laut Bundessozialgericht könne man den Arbeitgeber nicht für die Risiken in der privaten Wohnung des Arbeitnehmers verantwortlich machen. (Bundessozialgericht, Aktenzeichen B 2 U 5/15 R)
Beispiel-Urteil 2: Sturz beim Wasserlassen
Im Büro ist der Weg zur Toilette gesetzlich unfallversichert. Im Homeoffice gilt diese Regel nicht. So sieht es jedenfalls das Sozialgericht München. Ein Arbeitnehmer war auf dem Rückweg vom heimischen WC gestürzt und wollte den Sturz als Arbeitsunfall geltend machen. (Aktenzeichen: S 40 U 227/18).
Beispiel-Urteil 3: Sturz auf dem Weg zur Kita

 

Wer sein Kind auf dem Weg zur Arbeit in einer Kita absetzt, ist gesetzlich unfallversichert. Diese Regelung besteht seit 1971. Wer dagegen auf dem Weg von der Kita zum Heimarbeitsplatz stürzt, ist es laut Bundessozialgericht nicht.

Eine Mutter stürzte mit dem Fahrrad auf Blitzeis und brach sich den Ellenbogen. Sie war auf dem Rückweg von der Kita zu ihrem Heimarbeitsplatz. Ihre Krankenkasse wollte die Behandlungskosten (19.000 €) vom Träger der gesetzlichen Unfallversicherung zurückholen – vergeblich. Sowohl das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen als auch das Bundessozialgericht sahen darin keinen Arbeitsunfall (Aktenzeichen: B 2 U 19/18 R).
Zusammengefasst: Wer im Homeoffice etwas tut, was nicht in direktem Zusammenhang zu seiner Arbeit steht, ist nicht gesetzlich unfallversichert. Wer einen Rumdumschutz möchte, sollte über eine private Unfallversicherung nachdenken. Egal, ob bei der Arbeit oder in der Freizeit: Die private Unfallversicherung schützt vor Unfällen rund um die Uhr.
Ich wünsche Ihnen trotz der aktuellen Situation ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!
Wir haben zwar das Büro für Besucher geschlossen, sind aber dennoch über sämtliche Kontaktwege für Sie erreichbar (Telefon, Mobil, Fax, E-Mail, Whatsapp, Onlineberatung).

 

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