Altersvorsorge lohnt sich nicht!?
5. 02. 2018

Häufig werde ich in meiner alltäglichen Arbeit mit dieser Aussage konfrontiert.

 

Dieser Artikel beleuchet die Hintergründe dieses Mythos und zeigt Lösungsalternativen auf.

 

Noch vor 15 Jahren lag der Garantiezins bei Lebensversicherungen bei 3,25%. Wenn man die damalige Überschussbeteiligung dazu rechnet, kam man leicht auf eine Gesamtverzinsung von rund 5%. Für die meisten Deutschen stellte das eine zufriedenstellende Altersversorgung dar. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase schrumpfen die Überschussbeteiligungen und damit auch die Hochrechnungen der Lebensversicherer dahin.

 

Ein Beispiel:

Ein 30-jähriger möchte bis zu seinem 65. Lebensjahr pro Monat 100 € ansparen. Bei einem Zins von 5% bekommt er eine Auszahlung von rd. 111.320 €. Fällt jedoch der Zins auf 3,25% ab erhält er nur 77.515 €. Fällt der Zins auf 1% sind es nur noch 50.263 €.

 

Hier könnte man leicht zu der Erkenntnis gelangen, dass sparen keinen Sinn mehr macht und man das Geld ja genau so gut gleich ausgeben könnte. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall! Denn: Der Bedarf ist nach wie vor gleich groß wie zuvor. Es haben sich jedoch die Rahmenbedinungen verändert.

 

Um auf die gleiche Auszahlung von 111.320 € zu kommen, müsste also der Sparer seine monatliche Sparrate auf 134,61 € (bei 3,25 %) oder sogar auf 221,47 € (bei 1%) erhöhen. Dass dies nicht ohne weiteres möglich ist liegt auf der Hand.

 

Es beginnt also die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten, die eine Renditeerwartung von 5% oder mehr erfüllen können. Hierbei scheidet die klassische Lebensversicherung aus o.g. Gründen aus. Mit Aktien und Aktienfonds haben sich zum Jahrtausendwechsel viele Bundesbürger die Finger verbrannt und möchten dieses Risiko nun nicht mehr eingehen.

 

Hier bietet sich ein kleiner Exkurs in die Grundlagen der Geldanlage an. Man spricht häufig vom magischen Dreieck der Geldanlage. Dies besteht aus Rendite, Risiko und Liquidität (siehe Grafik).

 

 

 

Wichtig zu verstehen ist, dass alle 3 Ziele niemals gleichzeitg erfüllt werden können. Stellen Sie sich vor in diesem Dreieck läge ein Ball. Der Ball kann niemals zu allen Ecken gleichzeitig rollen. Wenn er sich einer Ecke annähert, erhöht sich automatisch die Entfernung zu den anderen Ecken.

Damit ist klar, dass für die Erhöhung der Rendite die beiden anderen Ziele (Verfügbarkeit und Sicherheit) entweder kurzfristig aufgegeben werden müssen oder es anderer Mechanismen bedarf sie dennoch aufrecht zu erhalten.

Beleuchten wir daher die Ziele im Einzelnen:

 

Rendite: Sie ist notwendig, um mit dem eingesetzten Kapital eine bestmögliche Performance zu erzielen. Je höher desto besser.

 

Sicherheit: Sie ist notwendig, um ein geplantes Vorhaben (hier: Altersversorgung) umsetzen zu können. Muss das Kapital an jedem einzelnen Tag zu 100% gesichert sein oder würde es auch ausreichen, wenn dies zum Ende der Laufzeit (mit 65 oder 67) gegeben ist?

 

Verfügbarkeit: Sie ist notwendig, um jederzeit an das Kapital heranzukommen, wenn sich an der Lebensplanung etwas ändert. Aber: Wenn über das Kapital verfügt wird, geben Sie gleichzeitig das eigentliche  Ziel komplett auf. Daher klingt eine dauerhafte Verfügbarkeit zwar verlockend, aber ist in manchen Fällen eher kontraproduktiv.

 

Lösung: Keine Rendite ohne Risko! Aber bitte in Maßen!

Zusammenfassend kann man also sagen, dass in der heutigen Zeit ohne etwas Risiko keine Rendite mehr zu erwirtschaften ist. Entweder Sie sparen mehr oder Sie gehen ein maßvolles Risiko ein. Die Helvetia Anlagestrategien zeigen seit über 10 Jahren, dass durchschnittliche Renditen von 6% tatsächlich zu erwirtschaften sind.

Und lassen Sie sich keinen Bären aufbinden durch manche Angebote auf dem Markt, die Ihnen vorgaukeln, dass 6% bei 100%-iger Sicherheit möglich sind. Sicherheit kostet immer Rendite und das spüren Sie dann zum Laufzeitende an der Auszahlungssumme. Also Finger weg von Indexpolicen oder anderen vermeintlich tollen Garantieprodukten!

 

Gerne zeigen wir Ihnen im Rahmen eines Beratungsgesprächs Ihren individuellen Vorsorgebedarf auf und suchen gemeinsam mit Ihnen nach einer Lösung.

Ihr Niko Kösler

 

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Noch vor 15 Jahren lag der Garantiezins bei Lebensversicherungen bei 3,25%. Wenn man die damalige Überschussbeteiligung dazu rechnet, kam man leicht auf eine Gesamtverzinsung von rund 5%. Für die meisten Deutschen stellte das eine zufriedenstellende Altersversorgung dar. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase schrumpfen die Überschussbeteiligungen und damit auch die Hochrechnungen der Lebensversicherer dahin.

 

Ein Beispiel:

Ein 30-jähriger möchte bis zu seinem 65. Lebensjahr pro Monat 100 € ansparen. Bei einem Zins von 5% bekommt er eine Auszahlung von rd. 111.320 €. Fällt jedoch der Zins auf 3,25% ab erhält er nur 77.515 €. Fällt der Zins auf 1% sind es nur noch 50.263 €.

 

Hier könnte man leicht zu der Erkenntnis gelangen, dass sparen keinen Sinn mehr macht und man das Geld ja genau so gut gleich ausgeben könnte. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall! Denn: Der Bedarf ist nach wie vor gleich groß wie zuvor. Es haben sich jedoch die Rahmenbedinungen verändert.

 

Um auf die gleiche Auszahlung von 111.320 € zu kommen, müsste also der Sparer seine monatliche Sparrate auf 134,61 € (bei 3,25 %) oder sogar auf 221,47 € (bei 1%) erhöhen. Dass dies nicht ohne weiteres möglich ist liegt auf der Hand.

 

Es beginnt also die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten, die eine Renditeerwartung von 5% oder mehr erfüllen können. Hierbei scheidet die klassische Lebensversicherung aus o.g. Gründen aus. Mit Aktien und Aktienfonds haben sich zum Jahrtausendwechsel viele Bundesbürger die Finger verbrannt und möchten dieses Risiko nun nicht mehr eingehen.

 

Hier bietet sich ein kleiner Exkurs in die Grundlagen der Geldanlage an. Man spricht häufig vom magischen Dreieck der Geldanlage. Dies besteht aus Rendite, Risiko und Liquidität (siehe Grafik).

 

 

 

Wichtig zu verstehen ist, dass alle 3 Ziele niemals gleichzeitg erfüllt werden können. Stellen Sie sich vor in diesem Dreieck läge ein Ball. Der Ball kann niemals zu allen Ecken gleichzeitig rollen. Wenn er sich einer Ecke annähert, erhöht sich automatisch die Entfernung zu den anderen Ecken.

Damit ist klar, dass für die Erhöhung der Rendite die beiden anderen Ziele (Verfügbarkeit und Sicherheit) entweder kurzfristig aufgegeben werden müssen oder es anderer Mechanismen bedarf sie dennoch aufrecht zu erhalten.

Beleuchten wir daher die Ziele im Einzelnen:

 

Rendite: Sie ist notwendig, um mit dem eingesetzten Kapital eine bestmögliche Performance zu erzielen. Je höher desto besser.

 

Sicherheit: Sie ist notwendig, um ein geplantes Vorhaben (hier: Altersversorgung) umsetzen zu können. Muss das Kapital an jedem einzelnen Tag zu 100% gesichert sein oder würde es auch ausreichen, wenn dies zum Ende der Laufzeit (mit 65 oder 67) gegeben ist?

 

Verfügbarkeit: Sie ist notwendig, um jederzeit an das Kapital heranzukommen, wenn sich an der Lebensplanung etwas ändert. Aber: Wenn über das Kapital verfügt wird, geben Sie gleichzeitig das eigentliche  Ziel komplett auf. Daher klingt eine dauerhafte Verfügbarkeit zwar verlockend, aber ist in manchen Fällen eher kontraproduktiv.

 

Lösung: Keine Rendite ohne Risko! Aber bitte in Maßen!

Zusammenfassend kann man also sagen, dass in der heutigen Zeit ohne etwas Risiko keine Rendite mehr zu erwirtschaften ist. Entweder Sie sparen mehr oder Sie gehen ein maßvolles Risiko ein. Die Helvetia Anlagestrategien zeigen seit über 10 Jahren, dass durchschnittliche Renditen von 6% tatsächlich zu erwirtschaften sind.

Und lassen Sie sich keinen Bären aufbinden durch manche Angebote auf dem Markt, die Ihnen vorgaukeln, dass 6% bei 100%-iger Sicherheit möglich sind. Sicherheit kostet immer Rendite und das spüren Sie dann zum Laufzeitende an der Auszahlungssumme. Also Finger weg von Indexpolicen oder anderen vermeintlich tollen Garantieprodukten!

 

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